gespannt auf diesen schönen titel
suna - am 23. Jun, 18:43
so glücklich!
suna - am 19. Jun, 13:35
hiermit verordne ich mir für den rest der woche vollkommenes heimbezirkverbot, hiermit verordne ich mir radikale radiusausdehnung, das stubenhocken allein wäre ja schon schlimm genug, das um 200 meter ausgedehnte stubenhocken ist jedoch fast noch schlimmer, es trägt dieses wollen-aber-nicht-können in sich, eine verstockte bequemlichkeit, die mir so gar nicht zu gesicht stehen will. raus also, wenn schon raus, dann so richtig, u-bahn-fahren und oder straßenbahn, fortkommen aus dem selbstgebauten nest, an die frische luft, die das "frisch" in doppelter hinsicht verdient. hiermit verordne ich mir noch früher aufzustehen, hiermit verordne ich mir erhöhte konzentration und effizienz beim vorm computer sitzen, denn ich muss raus, so richtig raus. das war das schöne an der woche in kärnten, das laufen, die ständigen stockwechsel im haus, das klavier, die terrasse, der ganze tag ein einziges ortswechseln, fließende handlungsübergänge, in bewegung, immer in bewegung und immer konzentriert. ich hab mir mit der enge wohl zuviel zugetraut, aufstehen und zuhause bleiben um zuhause zu arbeiten, es war den versuch wert, der somit gescheitert ist, für gescheitert erklärt wird, ich will mir wieder orte suchen, ich will mir die zeit nehmen fürs suchen und deshalb noch früher aufstehen, ich muss mir neue tricks für mich überlegen, bin längst nicht mehr so einfach zu überlisten wie früher, da fällt der radikalen radiusvergrößerung gleich eine doppelrolle zu, notwendigkeit, jaja, aber im selbstaustricksen wird das natürlich die große belohnung sein, die welt sehen, die kleine wien-welt sehen, ha, wir wollen sehen, ob das reichen wird, einen versuch ist es wert.
suna - am 10. Jun, 18:30 taggeschichten
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zuviele ängste.
suna - am 4. Jun, 18:37
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es wird nur ein regen werden, kein gewitter wie am freitag, als ich von wien nach kärnten gefahren bin, aus dem vor hitze triefenden wien durch die schon nachmittags nachtschwarze steiermark ins gewitter zu den eltern nachhause. die bauschigen gewittertürme von heute nachmittag sind durch gleichmäßige, beladene regenwolken ausgetauscht worden. der schwache wind allein kann daran nicht schuld haben. der regen, den das gewitter freitag abend mitgebracht hatte, hat die hitzetumbe landschaft verschnaufen lassen. am samstag morgen stand noch der dunst, wo das tal schmäler wird. ich lief in die entgegengesetzte richtung los. die alten wege waren von hohem gras gesäumt, während der weizen gleich daneben niedrig stand in vom regen noch satterer erde. wenn ich nach langer zeit wieder diese strecke laufe, versuche ich, die so vertraute landschaft bewusst wahrzunehmen, nicht sofort ins nachdenken zu versinken, das mir das laufen erträglich und einträglich macht (der nachhauseweg, wieder der kleinstadt zu, ist nicht annähernd so erfüllend).
ein panoramablick: hinter einem hügel der nächste und der wieder nächste, immer höher, immer ferner. wo der wald ein stück wiese freigibt, deutet ein weißer fleck einen bauernhof an. kirchturmspitz, blendende wetterhähne. der schiefe hochsitz, freistehend, wo der sturm wütete. margariten, hahnenfuß, storchenschnabel, hollunder neben dem weg im tal. die lang gezogenen ackerfurchen und wie sie sich aufeinander zu bewegen über ihre länge hinweg. die kühle des morgens nach einer regennacht und der geruch nach erde wiese wald wasser und blütenschmelz und der dazu gedachte geruch von mist. rückenwind. die erinnerungen an die rituale von früher (den lärm der wenigen, dafür rasenden autos ignorieren). ich wählte die kurze strecke, ich hatte zu arbeiten und war früh, für die lange tour dennoch zu spät aufgestanden. im schatten des waldes dann setzte das schauen aus. ich überantwortete mich der regelmäßigkeit der schritte und ließ die gedanken schweifen. das letzte stück zu dem hof auf dem hügel hin sprintete ich der gewohnheit wegen. mir mein teures außeratemsein. die alte zwetschke, an deren stamm anhaltend ich zwischendehnte, sah so stark gekrümmt aus, als hätte sie beschlossen, in den boden zurückzuwachsen. lockerer, entlastender bergab, über die brücke über den kleinen bach, den pfützengroßen teich, auf dem nur sehr kleine kinder schlittschuhlaufen im winter. der langsame verfall verlasener häuser. die höhenunterschiede, die neigungsgrade, die entfernungen kamen mir viel geringer vor als früher. morgen früh, sehr früh, nach dem regen, die große runde dann.
suna - am 1. Jun, 19:10 lebenswert
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